Langstrecken – Der Reiz des scheinbar Unmöglichen.

Das ist es zumindest vorher, was mich dazu antreibt, mich immer wieder auf das Rad zu setzten und Kilometer für Kilometer mich durch die Landschaft zu treiben. Hätte man mich noch vor 1,5 Jahren gefragt, ob ich irgendwann mal über Strecken von 60 Kilometern schmunzeln werde. Hättet ihr mich letztes Jahr gefragt, ob ich mir es vorstellen kann, einen 200er runterzureißen, ich hätte verneint.

Bei meinem heutigen Nightride kam mir die nette Idee, den Weg zu den alljährlichen Familientreffen auf dem Rad zurückzulegen. Das wären 240 km. Ein zweitägiges Cross-Brevet über 400 km steht schon fast fest in meinem Kalender drin. Und Berlin-Fichtelberg hab ich mir auch fest vorgenommen, für dieses Jahr. Was ich davon wirklich fahren werde, es steht noch in den Sternen.

Am Ende wird der Kopf oder der Körper siegen. Wobei dem Körper diese Leistungen durchaus zuzutrauen sind. Die Frage ist, ob die mentale Stärke da ist, der Wille durchzuhalten und anzukommen.

Vorhin habe ich einige Reiseberichte mehr gefunden. Markus Stitz ist zu Weihnachten wieder mit dem Rad von Edinburgh nach Thüringen gefahren. In nur 14 Tagen. Ein paar Fahrradkuriere sind von Karlsruhe nach Paris gefahren – nonstop. Vor solchen Leistungen ziehe ich meinen Hut und träume selbst ein wenig davon.

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