Mit dem Auftrag Kilometer zu vernichten bin ich diesmal in das Wochenende gestartet. Wenn auch nicht unbedingt motiviert. Freitagabend stellte ich noch infrage, überhaupt mehr zu fahren als die Mitteldistanz der RTF vom RV Möwe Britz.

Gut, dass wären immerhin, mit An- und Abreise gute 110 km geworden. Da aber alle gleichzeitig starteten und das Feld sich mit den Abzweigungen selbst sortierte fuhr ich mit dem Bianchi Tom (Tom Roth) zusammen auf der langen, 110er Strecke weiter. Was angesichts des wunderbaren Wetters nicht die schlechteste Entscheidung des Wochenendes war. Mit dem ersten Kontrollpunkt zerpflückte sich das Feld schnell. Wir fuhren anfangs zu zweit, entspannt weiter. Nicht hetzen, genießen war das Motto. Und so langsam waren wir gar nicht. sammelten unterwegs Leute auf, die vorn rausgefallen sind und ein paar schlossen noch auf. Bis zum zweiten Kontrollpunkt fuhren wir mit einer recht harmonischen Gruppe von ca. 8 Leuten.

Die fuhren dann zwar gleich mit der ersten Gruppe weiter, die wir noch kurz getroffen haben, war aber nicht weiter wild. Also wieder nur zu zweit. An einer Kreuzung, wo es allgemeine Koordinationsprobleme gab, verloren wir uns. Ich fuhr dann mit ein paar Leuten weiter, die irgendwie kreiselten. Prinzip hab ich nicht verstanden und langsam waren sie dabei auch. Also Flucht nach vorne.

Auf einmal rauschte es von hinten. Ich kann ein paar ESK-Trikots ausmachen. Waren die nicht noch vor mir? Der Versuch dran zu bleiben ist zwecklos. Auf meine blöde Frage, wie es kam, wurde nur murrend „Haben uns verfahren!“ geantwortet. Pech Jungs! Tom war dann auch wieder dabei. Er versuchte noch ein bisschen dran zu bleiben, viel aber irgendwann raus. Ich  fuhr mein eigenes Tempo weiter, da ich absolut nicht drauf aus war mich stressen zu lassen. Denn, Sonne satt! DAS muss man doch genießen.

Als ich ihn dann wieder eingeholt hatte fuhren wir zusammen bis zum Ende. Die meiste Führungsarbeit hab ich dann übernommen. Er war schon ziemlich durch. Am Ende kamen wir mit einem 31er Schnitt auf die reine RTF-Strecke gerechnet an. Für meine aufopferungsvolle Im-Wind-Fahrt bekam ich noch einen Kaffee spendiert. Ich sag ja immer. Schütt Kaffee rein, und der Junge läuft von alleine.

IMAG0637

Heut wollte ich dann in der Märkischen Schweiz spielen gehen. Meine Beine machten mir aber morgens erstmal einen Strich durch die Rechnung. Aber Mittags, also so nach dem Frühstück, konnte ich es dann doch nicht lassen. Rad fertig gemacht, Klamotten an und los.

Bis Prötzel lief alles wunderbar. Bis Buckow auch. Pünktlich auf Kilometer 58,00 hab ich dann Pause gemacht. Eis und Kaffee, in der Sonne ein bisschen chillen und weiter. In dem Moment blauäugig. Zwei Minuten später fiel mir ein – da kommt gleich der Berg! Da fing das Leiden an. Bis Straußberg und auch auf dem Rest des Weges nach Hause war fast nur Gegenwind. Und der Himmel zog sich langsam zu. Ab und an ein Regentropfen. Dann hab ich mich auch noch verfahren. Nicht so drastisch, aber mit Aussicht auf Regen, etwas demotivierend. Auch, dass ich bisher nur Frühstück und ein Eis hatte…

In Ahrensfelde dann der Guss. Nicht lange, aber genug um nass und kalt zu sein. Die Flucht zur Tanke bescherte mir ein geliebtes KitKat Chunky und eine von oben trockene Weiterfahrt.

Und warum jetzt der Titel? Naja, 263 km an einem Wochenende und bisher 1360 Kilometer für 2012 – ganze 900 mehr als letztes Jahr!

Advertisements