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Samstag Morgen – Kaiserwetter in Berlin und es war eine lange Tour geplant. Berlin – Dresden stand auf dem Plan. Die Strecke war die von radweit – dazu später.

Bis zum Berliner Stadtrand, S-Bhf Lichtenrade lief alles ganz gut. Der Verkehr nervte, viele Baustellen und Touristen die nicht nach links und rechts schauten. Sobald ich die Stadt verlassen hatte wurde es super. Sehr ruhige Landstraßen, gute Radwege, wenig Autos. Ab und an hab ich mal ein paar Radler getroffen.

Bei Kilometer 80 gabs dann die erste Pause in Ließen. Dringend nötig. Also in die Kneipe, mit dem Schild für Radler und Skater rein und enttäuscht gewesen. Keine Leute da, Essensauswahl relativ mau. Aber geschmeckt hats. Es gab Kassler mit Kartoffeln und Salat. Nicht optimal, aber geschmeckt hats wie bei Oma. Nach etwa einer halben Stunde gings weiter. Immer schön auf dem Fläming Skate. In Petkus hab ich mich dann geärgert. Da gabs viel netter aussehende Restaurants.

Da rollte ich auch auf ein Grüppchen von 4 anderen Pankower Jungs. Hab mich mit reingehängt, ein bisschen erzählt, die Standardfragen, wo kommt ihr her, wo gehts hin. Mein Nebenmann rief dann irgendwann nach vorn „Hey Jungs, der Kollege hier fährt heut noch nach DD!“ Die Blicke – unbezahlbar.

Nach 10 km trennten sich unsere Wege wieder und es ging durch Wälder und über kleinere Hügel. Kurz nach Schlieben, bzw. kurz vor Bad Liebenwerder hatte ich ein absolutes Tief. Ich war kurz davor aufzugeben und mich da in die Bahn zu setzten. Es war eh als zweiter Pausenort geplant. Kaffee und Kuchen, Flaschen auffüllen und nach 20 Minuten Sonne gings weiter. Und der Kaffee hilft ungemein! Bis zur Elbe gings gut und locker weiter, die Elbe selbst war ein absoluter Motivationsschub. Ich jubelte nicht nur innerlich!

Leider zog es sich ewig. Die letzte Kehre vor Meißen eröffnete einen absolut Unbeschreiblichen Blick. Ein Foto kommt da nie ran. Die untergehende Sonne lugte hinter den Wolken hervor und warf ihr warmes Licht auf die Altstadt. Wow. Noch dazu komplettierte sich der erste 200er dieses Jahr. Kleingärtner schauten mich komisch an, beim Jubeln. Zu diesem Zeitpunkt schlich sich dann der Gedanke an den letzten Anstieg in meinen Kopf. Als ich das letzte mal länger in Radebeul war, war dieser noch mit kleinen, grauen Steinen gepflastert. Und in meiner Erinnerung sehr steil. Sowas zieht einen extrem runter.

Doch er war nicht mehr gepflastert, super glatter Asphalt, rollte gut hoch, vorletzte Kurve und es eröffnete sich mir eine Rampe, von der ich behaupten möchte, sie kann mit dem Waseberg in HH locker mithalten. Dusche, Bier, was zu Essen und ein Whisky waren verdient!

Die Radweite-Strecke führte überwiegend auf guten Wegen entlang. Vereinzelt gab es mal Kopfsteinpflaster, ein paar Kilometer Schotter/harter Waldweg war auch drin. Ich hab mich da ja nicht so, aber optimal fürs Rennrad ist es nicht. Die Strecke ist aber auch für Urlaubsradler gedacht, daher finde ich es okay.

Für heute war dann eigentlich Radebeul – Leipzig geplant. Auch wieder an dei Radweit-Strecke angelehnt. Beim aufwachen schaute ich aber auf ein regennasses Dachfenster. Na gut, erstmal Frühstück und dann sehen.

Im Nieselregen gings dann Richtung Meißen los. Die Radwege frei von Ausflugsradlern, ein paar harte Skater und Läufer. Herrlich. Ich wollte aber nicht so recht in Fahrt kommen. Also umgedacht. Dann halt nur bis Riesa. Kurz nach Meißen hab ich dann die Elbseite gewechselt. Und der Zufall war mir gnädig, da kam auch gleich ein Vogtland-Express.

Fazit, ein Wochenende, 277 km, und ich total im Eimer!

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