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Ein paar Tage Urlaub führen mich mal wieder in den Pfaffenwinkel, im Süden Bayerns. Erfreulicherweise wohnt meine Mutter seit einigen Jahren hier und so hab ich einen optimalen Startpunkt für ein paar Touren.

Am Sonntag waren wir gegen 15:00 hier. Da blieb Zeit genug, in Ruhe das Auto auszulanden, das Rad kurz zu checken (es war immerhin über Nacht an einen Gepäckträger des Busses gekettet) und auf gehts. Von meinem letzten Aufenthalt hier hatte ich noch eine Rechnung mit dem Berg offen, auf dem das Kloster Andechs steht.
Am Kloster bin ich erstmal direkt vorbei geschossen und wieder den Berg runter. Ursprünglich geplant war eine Runde. Abfahrt und der Gegenanstieg wieder hoch waren aber so faszinierend, dass ich es gleich nochmal machen wollte. Also wurde die zweite Runde  rangehängt und dann wurde der Rückweg eingeschlagen. Abgesehen von einem hupenden Moped und ein Auto war auch alles friedlich…

Bei der letzten abfahrt nach Hause runter kam ich an der Hirschalm vorbei. Da musste ich spontan bremsen und Fotos machen. Der Ausblick in die Ebene war einfach zu genial.

Gestern hieß der Plan dann „Rund um Bad Kohlgrub“. Auf http://www.gpsies.com fand ich diese schöne Strecke. Mit Blick auf das grillen am Abend, mussten doch ein paar Kilometer daher. Landschaftlich war das schon echt der Wahnsinn. Fast auf der ganzen Strecke hatte ich freien Blick auf die Alpen. Die Straßen waren überwiegend gemütliche, kleine, asphaltierte Landwirtschaftswege.

Es waren, sicherlich auch bedingt durch den Pfingstmontag, ziemlich viele Radfahrer unterwegs. Der ein oder andere auf dem Rennrad. Die meisten aber auch dem MTB. Fast immer bin ich auch mit dem Blick aufs Hörnle unterwegs gewesen. Der nette kleine Berg auf dem ich vor zwei Jahren mal „rodeln“ war…

Abends kamen noch ein paar Bekannte meiner Mutter vorbei. Nachdem die spitz bekamen, was ich hier so vorhab wurde ich sofort mit Streckeninfos und -vorschlägen zugebombt. Die und die Straße! Der Pass hats in sich. Ziemlich schnell wurde da auch der Walchensee zum Thema. Später hieß es dann nur noch „Pass auf, morgen fährst du da hoch! Sonst brauchst du gar nicht erst versuchen ins Kleinwalstertal zu fahren!“ Gesagt getan, mithilfe der recht langsamen Internetverbindung wurde noch ein Track fürs Garmin gebastelt.  Teile der Rückfahrt sollten Streckenteile vom Pfingstmontag werden.

Auch hier hatte ich wieder Glück. Es waren wieder überwiegend Landstraßen, die sehr ruhig waren. Babypopoasphalt und strahlender Sonnenschein begleiteten mich bis Kochel, von wo aus es nach oben ging. Hier nutzte ich die Zeit für ein paar Fotos und einen Snack. Wetter und Aussicht konnte man einfach nicht links liegen lassen.

Den Anstieg hoch zum See hab ich mir wesentlich schlimmer vorgestellt. Mit lockenren 16 km/h liefen die ca. 5 km mit 4 bis 5% Steigung im Schnitt locker durch. Belohnt wurde mit einem gigantischen Ausblick über den Walchensee.

Hier fing dann das Wetter an rumzuzicken. Etwa auf der Hälfte platzten die Wolken auf. Gut war, es war grad eine Almhütte in der Nähe. So wurde die Zeit sinnvoll für ein Radler genutzt. So lange ich oben war, hielt das Wetter dann. Erst in Kochel unten holten mich die Regenwolken wieder auf. Mit stetigen Blick gen Norden, wo schon die Sonne schien merkte ich gar nicht, dass ich die 80 und auch gleich die 100km Marke mitnahm. Regen als mentale Stütze, hatte ich auch noch nicht. Eine wunderbare Tour, mit 124 km.

Morgen gehts dann ins KWT. Sollte klappen. Die Beine fühlen sich noch gut an. Ich denke, der Rückweg könnte dann leicht anstrengend werden. Aber immerhin hab ich dann auch schon 400 km in 4 Tagen in den Knochen…

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