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Ich hatte ja schon über das, doch ambitionierte, Vorhaben geschrieben, von Berlin zum Fichtelberg an einem Tag zu fahren. Nach dem Track von Tom waren es ca. 340 km. Startpunkt der Potsdamer Platz in Berlin. Samstag Morgen um 4:30.

Pünktlich war ich am Morgen auf den Beinen, und trotzdem verpasste ich fast den Zeitpunkt zum losfahren. So war ich letzter am Startpunkt, wo schon alle am Taschen einladen waren und letzte Riegel in die Trikots befördert wurden. Schnell noch ein Startfoto (leider nicht mit meinem Fotoapparat) und los gings. Das Berliner Nachtvolk, das gerade noch vom feiern kam, beklatschte uns manchmal. Es muss schon komisch aussehen, wenn 14 Rennradfahrer halb müde, halb wach kunterbunt durch Berlin rollen.

Die ersten 100 km bis zur Frühstückspause rollten ganz gemütlich weg. Der Sonnenaufgang war traumhaft. Noch eine ganze Weile ritten wir genau auf der Wetterkante gen Süden. Der Blick nach Osten – Sonnenschein, Blick nach Westen Regenwolken. Die ersten 200 km steckte ich irgendwie ganz locker weg. Aber das dicke Ende kommt ja immer zum Schluss.

Nach dem zweiten Stopp haben wir leider die Gruppe teilen müssen. 4 Fahrer ließen sich zurückfallen und fuhren ihr eigenes Tempo weiter. Nach dem dritten Pausenstopp verabredeten wir, an den Bergen einen weiteren Gruppensplit vorzunehmen, um flüssiger voranzukommen und nicht an jedem Berg zu warten. Genug Navis waren ja dabei.

Ich konnte das Tempo halten, bis zum letzten finalen Anstieg. Da musste ich Georg, Christian und Steffen ziehen lassen. Mit Björn und Stefan hatte ich aber noch zwei Kettenbrüder dabei. Den Keilberg und Fichtelberg mit ca. 300 km Anlauf zu nehmen ist sicher nicht das klügste und führt einen mehrfach an die eigenen Grenzen. Oben ankommen und noch lächeln können entschädigt für viele Leiden.

In der Pension in Rittersgrün wartete schon Daphne mit unserem Gepäck. Die Duschen waren mit heißem Wasser versorgt und das kleine Restaurant hatte genug Schnitzel, Pommes und Bier für alle ankommenden Radler. Auch für die letzten, die gegen 10 endlich da waren.

Die „kleine“ Runde zum ausrollen am Sonntag lief dann wider erwarten sehr gut. Ca. 60 Kilometer bis nach Chemnitz, überwiegend Bergab. Die Krönung für den ausgelaugten Körper, Burger King!

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