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Musik begleitet mich eigentlich jeden Tag. Viele Lieblingsmusiker mittlerweile viele Jahre. Bei einigen entfernt man sich geschmacklich, andere kommen einem näher. Zu andere hält man das Verhältnis über viele Jahre konstant.

Das liegt daran, dass sich alle entwickeln. Bei In Extremo ging diese Entwicklung für mich in eine Richtung, die mir nicht mehr zusagte. Da spielte bestimmt auch die ein oder andere Begegnung bei Live-Konzerten rein. Worum es aber eigentlich gehen soll, ist die Letzte Instanz.

Ich bin vor ca. 7 Jahren auf diese Band aufmerksam geworden. Damals war das Album „Ins Licht“ für mich auf den ersten Höreindruck total schräg. Tiefsinnige Texte, harte Rocksounds und Streicher. Alles paarte sich perfekt. Es war das erste Album mit Holly Loose als Sänger. Der wohl entscheidendste Punkt in der Entwicklung der Band. Vergleicht man dieses Album mit den Vorgängern, so sind die „alten“ Werke noch wesentlich verspielter und experimenteller. Beides ist toll. Und aus irgendeinem Grund wurde die ganze Band mal in die Schublade „Mittelalter“ gesteckt. Für mich nicht nachvollziehbar. (Ebenso wenig wie Subway to Sally in dieser Kiste liegt)

Nun hat sich die Band entwickelt, bis zum Finale der Trilogie „Schuldig – Heilig – Ewig“ Ein Album, dass nach dem, was ich bisher gehört habe, gut in die Charts wandern könnte. Bei „Heilig“ wurde ja noch viel mit dem damals wie heute erfolgreichen Grafen von Unheilig kokettiert. Eine Entwicklung, die einigen Fans der ersten Tage nicht unbedingt zu gefallen scheint. Bei Facebook stößt man auf Kommentare, die – grob – ausdrücke: „Leute, macht das, was ihr früher gemacht habt, ihr verprellt sonst alte Fans!“

So what? Immer auf der gleichen musikalischen Schiene reiten? Das wird doch schnell langweilig. Themen gehen aus, musikalisch stagnieren die Musiker. Ein kleiner Fankreis ist sicherlich familiärer, aber von irgendwas muss man auch leben können. Mir gefällt die Entwicklung in dem Fall sogar sehr gut. Brachialromantik trifft und traf seit jeher den Musikstil der sieben Musiker wesentlich besser.

Noch genau eine Woche, und bisher veröffentlichte Snippets machen mich schon verdammt heiß, auf das was kommen wird. Was ich mir wünsche, wenn ich es denn darf, dass auch alte Songs bei Konzerten nicht in Vergessenheit geraten. Alte und Neue Fans werden es danken.

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