Nach dem Klassenausflug mit den Jungs aus dem Höhenpunkt in Berlin, war mir klar, dass ich bei Julian (resp Training) den nächsten Leistungstest machen werde.  Da ich mit ihm einige Berge hoch geflogen bin und abends am Feuer auch so einige Biere vernichtete… ich hab in den paar tagen vertrauen in seine Fachkompetenz bekommen.

Am Mittwoch (Anfang Juli) war es dann soweit. Der Merkzettel wurde von mir fast bis ins kleinste eingehalten und motiviert blickte ich auf das testprozedere. Das Daumergometer in einer, Grad nicht aktiven, Höhenkammer wurde eingestellt, der Sattel ausgewählt (perfekt war er nicht, aber was solls) und dann locker warmgekurbelt. Julian präsentierte mir dabei schon seine Folterinstrumente bereitete das Ohrläppchen vor. Mit locker flockigen 90 U/min und 100 Watt Startwiederstand ging es ans Werk. Und immer schön, alle drei Minuten kamen dreißig Watt dazu und ich drückte einen Tropfen Blut ab. Das ganze Spiel wiederholte sich genau zehn mal, dann hauchte ich ein „fertig“ aus, legte mich für ein paar Minuten auf den Lenker und versuchte wieder normal Luft zu bekommen.

Holy Shit, fast wie auf dem Brocken, vor zwei Wochen.

Wie tief ich im roten Bereich war, zeigte nicht nur der Puls, der außergewöhnlich lange brauchte um wieder in halbwegs normale Bahnen zu kommen. Die Laktatwerte sind in der letzten stufe geradezu explodiert. Noch lange nichts von dem, was ein Profi wohl an werten generieren kann, für einen Hobbysportler aber schon nicht schlecht. Den Erwartungen gerecht geworden.

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