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In Amerika sind Cyclocrossrennen im Sommer, oder zumindest bei gutem Wetter, mittlerweise Gang und Gebe. In Europa dagegen ist es eine Randgattung des Radsport, die überwiegend im Winter und in Belgien praktiziert wird. Dabei sind die Rennen wahre Volksfeste. Wie so ziemlich jedes Rennen in Belgien. Es gibt Bier und Fritten, die komplette Strecke ist mit Menschen gesäumt und die Stimmung ist super. Die Saison geht aber auch hier nur von September bis März.

Mit der Rapha Supercross Serie, die weltweit für Jedermänner und -frauen ausgetragen wird, kommt nun ein bisschen mehr von dem Flair auch nach Deutschland. Und, dass kann man vorwegnehmen, es wurde super angenommen!

Das Rahmenprogramm des Rapha Supercross umfasste neben den Jedermannrennen und den Crossrennen für die Senioren und Mastersklassen (mit Lizenz) auch die Finalläufe des MtB-Isarcups. Die Läufe der Kids konnten wir beim Einschreiben beobachten. Bis zum Start, der wegen der Siegerehrungen etwas nach hinten verschoben wurde, konnte man sich die Zeit wunderbar bein Crema Cycles/Enve oder Rapha an den Messeständen vertreiben. Oder sich schonmal die Strecke anschauen. Die war zwischen den einzelnen Rennen für ein freies Training geöffnet.

Ein paar Runden auf der Strecke mussten reichen. Sich jetzt schon kaputt fahren macht ja auch keinen Sinn. Zum Glück klarte der Himmel endlich auf und der von den Wetterfröschen versprochene Spätsommer verbrachte mit uns einen wunderbaren Nachmittag. Bei Kaffee, Bier und Kettengesprächen wurde das Lizenzrennen beobachtet. Und das so ausgiebig, dass ich mich fast zu spät im Startblock einfand. Ganz hinten, der Countdown der letzten 20s wurde bereits heruntergezählt. Und ab!

40min im Tunnel, beschleunigen, abbremsen, treten, abspringen, rennen, aufspringen… und irgendwie fuhr ich am halben Feld vorbei. Nicht immer ganz einfach oder ungefährlich, denn allzu breit war die Strecke nicht. Die Münchener Vertretung der Suiciycle-Crew und die Guten Biken Crew sorgten für eine ziemlich fette Stimmung. Es war immer wieder eine Freude an euch vorbei zu fahren. Die Tequilelane, eine Möglichkeit Abkürzung, der Preis war ein Tequilashot, wurde im Rennen gemieden. Irgendwie gegen die Ehre! Auch wenn ich da nochmal ein paar Plätze gut gemacht hätte. Aber es ging mir um den Spass, nicht um das Ergebnis!

Und den Spass hatte ich. Im Rennen und auch nach dem Rennen. Ich hab noch viele tolle Leute getroffen, einige Bier und Tequila vernichtet und frage mich bis jetzt, wie ich es unfallfrei auf den Olympiaberg geschafft hab. Der Sonnenuntergang war aber toll anzusehen.

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