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Seit ich CuBe kenne, war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Nach dem World-Klapp war klar, wenn es sich ergibt, sind gemeinsame Touren durch die Wälder Brandenburgs dran. Zur Not auch mit dem Rennrad auf der Straße. Bin ja, was das Mountainbiken angeht, auch nicht so erfahren und ausgerüstet. Mit einem Cyclocrosser in den Augen einiger etwas unterbewaffnet. DENKSTE!

Dann schrieb er, ob ich nicht Lust hätte, am Wochenende mit zum Helensee zu kommen. Titzy würde mit dem Fat-Bike raus fahren, er kommt nach der Arbeit hinterhee. Am Strand schlafen und Sonntag früh über Eisenhüttenstadt zum Schlaubetal. Ein kurzer Check der Ausrüstung im Schrank, ein – zwei kleine Nachkäufe und ich sagte zu.

Lezte Absprachen wurden am Freitag Abend vorher bei der CM gemacht und Samstag gings dann mit ca. 15min verspätung am Alex los. Auf der Ostkrone sammelten wir René ein und kurz hinter Grünau stieß Gotti zur Truppe. Da Gotti nur eine Samstagstour fahren wollte begleitete und guidete er uns über Erkner zum Löcknitztal. Auf herrlich verwachsenen und schmalen Trails ging es durch den Wald. Hin und wieder gab es kurze Transferstücke auf Asphalt und regelmäßig genutzten Forstwegen. Hinter den Rauener Bergen in Bad Saarow trennten sich dann unsere Wege.

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Für Titzy, René und mich ging es weiter Richtung Oder. Auf sandigen Forstwegen und einmal quer durch eine der vielen Kiesgruben in der Gegend. Für Titzy mit seinem Fat-Bike ein wahres Paradies. Mit 3,8″ breiten Reifen und ca. 0,5 Bar Druck rollte es für ihn noch ganz gut. Mit den 33mm Racing Ralph am Cyclocrosser war für mich aber Schluss! Absteigen und Schieben. Der märkische Sandboden kostete schon viel Kraft und Gleichgewicht – das Ding ist regelrecht die Wege entlang gedriftet.

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Das Navi hatten wir nur auf die einzelnen Zielorte eingestellt und die Luftlinie anzeigen lassen. Wir hatten Zeit, der Strand läuft ja nicht weg und wir wollten ja eh draußen schlafen. In Neubrück wurde dann noch auf ein Eis an der Spree eingekehrt. Die letzten Kilometer bis Müllrose auf der Straße abgespult und dann fix durch den Wald in eine der vielen Strandbuchten.

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Nach ausgiebigem Baden zu MC Fitti von der anderen Seeleute (Helenebeach Festival) haben wir langsam das Lager für die Nacht aufgeschlagen, Feuerholz gesammelt und die Zeit ausgiebig genutzt um Fotos vom Sonnenuntergang zu machen. Irgendwann gegen eins hieß es dann Augen und Ohren zu. Denn von drüben dröhnten ganz schön fette Bässe rüber.

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Der Sonntag begann dann mit einem sehr gemütlichen Abbauen des Schlafplatzes nachdem die Sonnenstrahlen in die Bucht gekrochen kamen. Nach einem provisorischen Keks-Frühstück ging es am Helene- und Katjasee Richtung Zivilisation. Auch hier gab es wieder herrliche Trails, man konnte es einfach rollen lassen. Die Brennessel und Schilfschrammen an den Beinen sind da vollkommen nebensächlich geworden. Mit der Sonne stiegen auch schnell die Temperaturen. Und auf dem Weg nach Eisenhüttenstadt wurde es dann schnell ziemlich warm. Glücklicherweise hatte CuBe seinen Platten am Fatbike genau an der einen Einfahrt zum Papierwerk, wo es auch ein fitzelchen Schattten gab.

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In Eisenhüttenstadt gab es dann endlich was zu futtern. Und frisches Wasser. Und Eis! Verteilt auf zwei recht lange Pausen. Die Temperaturen, mittlerweile knapp unter 40°, förderten die Lust weiter zu fahren auch nur bedingt. Über die Dieloher Höhen und die dort liegende Skipiste ging es dann raus aus der Stadt zur Schlaubemühle. Pünktlich zum Beginn eines Wärmegewitters mit heftigem Regen erreichten wir die Hütte Försterblick. Genug Zeit um den Platten an meinem Vorderrad zu flicken und um ein

bisschen Ruhe und Kraft zu tanken.

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Das Schlaubetal wurde dann mit Druck genommen. Es war wie eine Sauna, wenn man stand. Immer mal wieder kurz auf die anderen warten, im Optimalfall bei Bier und Kuchen und irgendwann waren wir wieder in der Nähe vom Helenesee. Von hier an war es fast nur noch ein Katzensprung nach Frankfurt Oder zur Bahn die uns zurück nach Berlin bringen sollte. Die Strecke am Kanal zurück zu fahren, da hatte keiner mehr Lust drauf. Es war auch schon gegen acht Uhr Abends. Also schnell noch was zu futtern und Wegbiere besorgt.

Die heimische Dusche war nach zwei Tagen ohne jeglichen Druck der Zivilisation mehr als angenehm. Von der Ruhe und Entspannung dieses Trips zog ich noch lange Energie und Gelassen. Es war garantiert nicht der letzte, kurze Ausbruch aus der Stadt.

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