WorldKlapp 2014

Als Radsportler wollen wir uns alle irgendwann und auf irgendeine Art und Weise miteinander messen. Sei es am  Ortsschild oder im Jedermannrennen. Letztere sind mir mittlerweile zu verkopft (nicht, dass ich Leistungsmäßig nicht vorn mithalten könnte). Aber der  Spaß soll nicht verloren gehen. Die Zusage, in einem Team bei der WorldKlapp mitzufahren war von meiner Seite also klar.

Das Rad war, wie schon geschrieben auch schnell organisiert und die erste Trainingseinheit auf der freien Rolle im Höhenpunkt in Berlin war dann auch recht schnell fällig.

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Klappte ganz gut. Ganze 10 Sekunden konnte ich mich halten. Die Brüller von Ralle und Grischa warem auf meiner Seite (sie lagen stundenlang arbeitsunfähig am Boden und hielten sich die geschundene Bauchmuskulatur).

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Mit professioneller Vorbereitung, dem in letzter Minute zusammengezimmertem Klapprad und frisch rasiert traf sich ein großer Teil des Starterfeldes schon am Samstag zu einem zünftigen Empfang des Schirmherren König Bansah von Hohoe Ghana und des ersten Vorsitzenden des  pfälzischen Klapprad Vereins. Bei einem zünftigem Berliner Buffet und ausreichend, mit Alkohol angereichertem Gerstensaft wurde die Hymne geprobt, die Konkurrenz durchleuchtet und über die richtige Übersetzung für die Merkelraute gefachsimpelt.

Samstag Mittag war es dann soweit. Ein letzter Besuch bei dem Trikotsponsor Laktat³ im Friedrichshain und anschließender Capri-Sonne stand auf dem Programm und dann ging es schon los. Die Straße des 17. Juni wurde von aberhunderten Klappradfahrern und deren Familien und Freunden aufgesucht. Moderne Räder, aus plastikähnlichem Material mit Gangschaltung wurden begutachtet und für nicht fahrtauglich befunden. Derweil prüfte die Kommission die Ordnungsmäßigkeit unserer Renngefährte.

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Unser Team DSDK – Deutschland sucht den Klapperstar (die Knie klapperten schon seit einer Woche) startete im ersten Block, gleich an zweiter Position. So war nach der Einführungsrunde nur noch kurz Zeit sich zu sammeln und los ging die wilde Fahrt. Nico haben wir leider schon recht früh aus den Schuhen gefahren. Denn trotz unterschiedlichster Übersetzungen und quasi Null Teamtraining legten wir die Kette nach rechts außen und traten was das Zeug hält. In Runde zwei versuchten wir ihn nochmal ran zu schieben – aber da war nichts machbar. Zu dritt ging die wilde Hatz in der Merkelraute weiter. Gnadenlos wurden kurven geschnitten, vorn gewechselt um den Wind mit dem wilden Gesichtsfrisuren einzuschüchtern und eine tolle Zeit herauszufahren. Die Sicherheit auf dem Renngefährt wuchs mit jedem Meter – nur die Kraft wich. Am Ende waren wir zweitschnellstes Team aus unserem Startblock und durften auf dem Podium noch lange auf Platz drei sitzen bleiben.

Aber Sport, davon haben alle ganz viel gezeigt, ist nicht alles. Bei capri-sonne und Bier wurden quer über das vorläufige Schultern und Sprüche geklopft. Von Wettkampfcharakter oder Rivalitäten war nichts zu spüren. Es wurden Bärte und Räder bewundert und mit immer neuen Leuten über Lager, Übersetzungen und die richtigen Reifen gefachsimpelt. Kontakte geknüpft und lose Verabredungen für den Kallmit-Klapprad-Cup im September getroffen.

Was mich im Nachgang beeindruckt hat, ist das gigantische Medienecho. Belächelten wir uns selbst und hatten Spaß, nahm der ein oder andere, extra angereiste Reporter unser Treiben ernst… Eine Sammlung aller Presseberichte findet ihr hier.

Eine Auswahl an allen (mir bekannten) Bildergalerien (wird stückweise ergänzt):

Radsportkalender? Immer Gern!

Die Tage werden noch kürzer. Draußen ist es grau. Die meisten haben ihre Rennräder gerade in den Winterschlaf versetzt und begeben sich maximal mit dem MTB oder dem Cyclocrosser nach draußen in die Kälte. Der Jahreswechsel steht an und damit wollen/sollen auch die diversen Kalender im Büro und in der Wohnung ersetzt werden.

Seit 2012 schmückte nur der Velodelight Kalender diverse Wände. In 2014 werden es mindestens drei verschiedene Kalender sein. Unterschidlicher geht es vielleicht nicht.

1. Velodelight/Berlin-Trikot

Der hat bei mir schon Tradition. Der muss jedes Jahr wieder sein. Mit Bildern von Dan Zoubek, das ganze organisiert von Henning Bommel. Mit dem neuen Kalender gab es eine kleine Änderung, denn nicht mehr nur Berlin-Trikots sind zu sehen. Die Velodelight-Event-Kollektion dominiert die Bilder. Ansonsten ist alles wie immer. Und für 19,00 Euro schon fast ein echter Schnapper. Das ganze gibts hier und hier.

2. Cycle Exif

Die Masturbationsvorlage vor dem Herren. Nur Räder. Kein Schnickschnack. Und alles sind indidivuelle Aufbauten. Harald hat mir da im letzten Jahr schon den Mund wässrig gemacht, indem er hin und wieder mal Bilder posteste. Diesen Kalender kannst du dir hier bestellen. Für 16,40 Dollar + Versand kommt er direkt über den Großen Teich geflogen. Zwei Wochen angekündigte Lieferzeit sind aber nicht grad wenig.

3. Gruber Images

Wer kennt sie nicht, die Bilder von Jered Gruber. Momente aus den großen Radrennen perfekt in Szene gesetzt, Berglandschaften, mit einzelnen Helden auf dem Rennrad. Seine Bilder bestaune ich schon lange, wenn sie in der einschlägigen Presse abgedruckt sind oder im Netz auftauchen. Dieser Kalender erzeugt Fernweh. Und auf diesen freue ich mich am meisten. Den Gruber Images Calender bekommt ihr hier und ist mit 25,00 Pfund + Versand an meine Schmerzgrenze für Kalender.

Ich begebe mich dann mal auf die Suche, nach den passenden Wänden!

World-Klapp 2014

Ich bin ja für so ziemlich jeden Mist zu haben. So auch für diesen. Als Andreas in seinem Blog schrieb, dass die World-Klapp 2014 in Berlin stattfindet und er mit einem Team am Start sein möchte, war es eine Entscheidung, die binnen Sekunden gefällt wurde.

ICH MÖCHTE MITMACHEN!

Die Idee, das Reglement, die geplante Strecke zur World-Klapp – einfach alles, ist so schön verrückt. Ich finde, das passt einfach. Also schnell bei der Teamfindung angemeldet und dem Team beigetreten.

Die Strecke. Quelle: world-klapp.de

Zum Schluss stand ich nur noch vor einer Herausforderung. Ein Klapprad aus den 70er Jahren muss her. Ohne Gangschaltung, halbwegs fahrtüchtig und mit funktionierendem Klappmechanismus. Und dann hab ich heute dieses Baby auf Ebay geschossen:

Mein Baby für die World-Klapp

Jetzt warte ich drauf, dass es ankommt. Checke den allgemeinen Zustand und mache mir Gedanken, wie ich es herrichte. Es soll ja Regelkonform, aber trotzdem schnell sein!

Fichkona – reloaded

Letztes Jahr, kurz vor Weihnachten, war ich etwas deprimiert. Ich wollte zu Fichkona, durfte aber nicht, da das Losglück mir nicht gewogen war. Dieses Jahr zog ich den Kopf wieder aus dem Sand und gehörte wahrscheinlich mit zu den ersten, die sich dieses Jahr registrierten. Und diesmal lief es unter anderen Vorzeichen, da es letztes Jahr nicht sein sollte.

Heute morgen, kurz nach 7 schlug ich die Augen auf, checkte meine Mails und fand diese dabei

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Hui, dachte ich. Viel früher als letztes Jahr. Und schnell wurde die 200 potentielle Starter umfassende Liste nach bekannten Namen gescannt. Und – Yeah – an Stelle 134 stand ich!!!

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Das grinsen am heutigen Montag kann mir jetzt keiner mehr nehmen.

Leider ist Norman nicht mit dabei und auch Timo muss sich noch etwas auf der Warteliste gedulden. Jungs, ich drück euch die Daumen, dass es noch klappt, bzw im nächsten Jahr wieder wird!

Neue Saison, neue Ziele, und ein paar gleiche Events!

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Wie sehr mir der Sport und die Bewegung gefehlt haben, bemerke ich erst, seitdem ich wieder im Training stecke!

Achtung, der Inderst ist wieder auf Alarm gepolt! Und Saisonhöhepunkte für 2014 habe ich mir gleich mit ausgedacht. Da es aber draußen erstmal Winter wird, habe ich mich im Höhenpunkt eingemietet um mir dort regelmäßig die Psyche zu brechen. Ob jetzt an der Länge der Einheiten oder der Härte. Ralf, der Schleifer hat schon traumhaft klingende Intervallpyramiden an der Schwelle angekündigt. Grundlageneinheiten fahre ich schon, um mich an die Höhenluft zu gewöhnen.

Ist der Winter erstmal vorbei, was dann hoffentlich nicht so spät ist, wie im letzten Jahr, gehts Schlag auf Schlag. Spreewaldmarathon, Trainingscamp bei Mutti in Oberbayern, eine kurze Klassenfahrt mit dem Höhenpunkt und schon sind wir im Juni angelangt. Wenn diesmal alles gut geht (und das erfahren wir dann so um Weihnachten), steht Fichkona im Programm. Als kleines Nachtfahrtraining und zur überprüfung der Leidensfähigkeit des Allerwertesten wird vorher wieder die LE Biketour in Angriff genommen. Sollten alle (also wirklich wirklich alle) Stricke reißen und Fichkona wieder nicht klappen geb ich mir die Kugel oder fahre wieder zu Rad am Ring. Dann aber als Solostarter. Sonst nicht, denn zeitlich liegen mir die beiden Events zu nah beieinander. Der Körper muss auch mal regenerieren und der Kopf arbeiten. Zwischendurch.

Wenn das alles geschafft sein sollte, kommt wohl erstmal ne Weile nichts. Oder spontane, kleinere Radmarathonveranstaltungen oder so (Arber und Fichtelgebirge stehen immer noch auf der Agenda!). Und dann der Alpentraum. Ob die Alpen dann ein Traum oder Alptraum werden, entscheidet wohl der Wettergott. Und meine Formkurve. Die Berichte des Veranstalters Roadbike, sowie von Lars und Sebastian, schürten in mir das Verlangen, dort mitzufahren. Hamburg-Berlin wird dann im Anschluss wieder als grande finale einer tollen Saison bestritten. Wieder in der Solowertung. In der stillen Hoffnung, dass dann einmal an diesem zweiten Samstag im Oktober kein Ostwind herrscht und es nicht regnet.

Und wenn alles nicht klappt, mache ich das, was normale Menschen in meinem Alter tun. Ich such mir ne Frau, versuche das mit den Kindern und um hier nicht groß aufzufallen, gibts n Lastenrad!

Gegen die Uhr

Kurz nach Rad am Ring schrieb mir Olli, mit dem ich den Paartanz auf der Havelchaussee gefahren bin, und fragte ob ich am 22.09. b einem 25km Einzelzeitfahren an der Oder mitfahren möchte. Er würde mich mitnehmen. Puh. Mein Zeitfenster ist denkbar knapp für so eine kleine Weltreise an die oder. Um 17:30 geht mein Flieger nach Köln, wählen gehen… Ach, egal. So lange kann man für 25km nicht brauchen. Die Aussicht, auf Podium fahren zu können (Insiderinfos, da er den Organisator kennt)  motivierte extra.

17 Starter fanden sich also heute vormittag auf einem Parkplatz hinterm Deich. Einige mit tiefergelegten Zeitfahrrädern, manche mit normalen Rennrädern . Ich mit meinem Alucenturion mit Aeroaufsätzen. Das gesamte Cockpit hab ich noch mal einen halben Zentimeter tiefergelegt. Bei der kurzen testfahrt fühlte es sich gut an.

Gestartet wurde pünktlich ab 12:00 im 3 Minuten Takt. Ich an Position 15.

5…4…3…2…1…LOS!

die ersten 9km Deich. Trotz einiger Kurven fast durchgehend in Aeroposition zu fahren. Knapper 43er Schnitt. Ups, wie geil ist das denn? Dann die erste ernst zu nehmende kurve und ein paar Meter kopfsteinpflaster. Und Gegenwind. Fuck. Aber Westwind war angesagt Also treten und über die dreißig meditieren. Die Straßen waren frei. Kauf  befahren. Also schön mittig und die holprigen Seiten meiden.

Bei Kilometer 15 – ist das dort schon  Felix? Eine kleiner Punkt zu sehen, aber eindeutig als zeitfahrer zu definieren. Die nächsten 5k  verbrachte ich damit, mich ranzupirschen. Im Gegenwind eine willkommene Hilfestellung für den Kopf.

Bei Kilometer 20 waren die drei Minuten zu gefahren. Nett rübergelächelt und weiter. Die nächste Rechtskurve und endlich Rückenwind. Die Geschwindigkeitsanzeige wanderte wieder deutlich Richtung 45 km/h.

Noch 5km. War der Ort vorhin auch schon da?

Noch 4 km. Ein Blick auf die Zeit – erst 32 Minuten unterwegs.

Noch 3 Kilometer – ich hasse gerade Straßen. Nicht mal Bäume stehen hier!!!

Noch zwei Kilometer – nochmal hochschalten, die 39 Minuten sind save!

Noch ein Kilometer – ich kann den (leichten) Anstieg zur Ziellinie sehen. Menschen die anfeuern.

500m –  ich kann sie hören.

Geschafft. Ausrollen. Hängen lassen. Schrei der Erlösung und ab zu  Auto. Umziehen.

Die Zeit  zur Siegerehrung verbringen wir mit Salat, Schmalzstullen und bei Gesprächen. Mein Zeitfenster wird knapper und knapper. Rennleitung, mach hinne,  ich muss los! An Ende fehlte mir nur eine Sekunde zum Treppchen. Wtf, ich könnte mir in den Allerwertesten beißen. Wo hab ich die verloren? Meine ersten Gedanken. Dann sehe ich –  Hey, die vor mir sind alle mit TT-Bikes und Scheibe hinten gefahren. Da war ich also was die Technik angeht im Nachteil. Also eine wirklich geile Zeit.

Beim nächsten mal bin ich garantiert wieder mit dabei. Und fahre um den Sieg mit. So ist das.

Hamburg Berlin 2013

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Es ist Samstag früh, 4 Uhr irgendwas. Zusammen mit Lars, Lars und Mario sitze ich in der Radmontur im Taxi. Wir fahren über die Reeperbahn. Kurz zweifel ich, denn die meisten, die dort noch unterwegs sind, sind etwa so alt wie ich. Unser Ziel ist das Fährhaus in Altengamme. Dort gibt es Frühstück und dann starten wir alle nacheinander um Richtung Berlin zu fahren. Bei nicht allzu berauschenden Wetteraussichten und mehr Gegenwind als nötig.

Toll, dass Harald uns auch wieder am Start besuchte, motivierte und fotografierte. Für seine Radsportbegeisterung so früh aufzustehen und fast eine Stunde mit dem Auto durch Hamburg zu fahren – ich dachte immer, wir Starter hätten n Ding am laufen. Um 6:42 wurde ich dann losgeschickt. Allein in die Dunkelheit. Und am ersten Kreisverkehr bin ich prompt falsch abgebogen. Das wars dann aber auch überwiegend mit der Fehlnavigation an dem Tag. Bereits auf der Elbbrücke rief es von hinten. Christian, Alex, Julia. Lars und Simon – die Berlin Pankow RAcers, mit denen ich letztes Jahr fuhr überholten mich. Das sollte heute noch öfters passieren.

Dann war erstmal wieder Ruhe. Denn schon bald fuhr ich auf den vor mir gestarteten Velolars und seinen Teamkollegen auf. Ein kurzer Kettenschnack und ich zog weiter. Die beiden fuhren mir zu ruhig. Mittlerweile hatte ich mich trotz leichten Regens und des Gegenwindes auf eine recht angenehme Reisegeschwindigkeit zwischen 28 und 30 km/h eingeschossen. Irgendwann holte ich dann die nächsten mir bekannten (oder durch Twitter bekannten) Gesichter ein. Erst tauchte Sebastian auf, dann irgendwann Gerrit und kurz vor Dömitz auch Andreas. Mit Gerrit und Andreas fuhren ich nur ein paar Kilometer. Mit Sebastian fuhr ich bis Rhinow. Oder zog ihn. Allein das wissen, dass er hinter mir war motivierte mich auf vielen Kilometern. Vielen Dank dafür, deine Begleitung und dich mal live kennen zu lernen war toll!

Die Fahrt verlief relativ unspektakulär bis dahin. Abgesehen von 2h heftigem Landregen und jeder Menge Mist, den die Bauern vom Feld auf die Straße gebracht haben, war nicht viel los. Es ging ja auch durch die mit Abstand verschlafensten Landstriche Deutschlands. Umso faszinierender finde ich es wieder, dass in einigen Dörfern Menschen mit einem Bier oder Kaffee in der Hand am Gartenzaun stehen und uns anfeuern und/oder belächeln. Uns zurufen, ihr seid aber spät dran. Und, und und… Toll, dass HHB in den 13 Jahren eine Art Zugang zu der nicht radfahrenden Bevölkerung gefunden hat.

Hinter Rhinow wurde es dann hart für mich. Ich war seit vielen Stunden wieder ganz allein. Blöderweise hab ich die Gummidupse von meinen Kopfhörern irgendwo unterwegs verloren. Also nicht einmal Musik, mit der ich mich jetzt bei Laune halten könnte. Juhuu. Hinzu kam auch noch, dass mein Körper mir langsam signalisierte, was der Kopf schon seit Stunden wusste. Ich hab zu wenig gegessen und getrunken. Zwangsbananenbefüllung und innere Schelte, nicht doch schon in Rhinow gerastet zu haben retteten mich zum Aldi in Friesack. 1l süße Schorle und herzhastes stopfte ich regelrecht in mich hinein. Dort traf ich die drei Jungs und Mädels vom FernSchnellGut Team, die ich für 2 km begleitet. Leichte Kreislaufprobleme versuchten mir Vernunft beizubringen. Klappte aber nicht lange, denn es war mir einfach zu langsam. So verabschiedete ich mich von der kurzen, aber netten Begleitung und fuhr meinen Stiefel. Bis ich ein etwa 12 Mann starkes Feld 600m vor sah. Und ich kam und kam nicht wirklich näher. Das Katz und Maus Spiel ging knapp 10km. Bis ich sie kurz vor Nauen eingeholt hatte. Meine Herren – ich durfte erstmal durchatmen. Und das Tempo war auch gesittet.

Begleitung war mir zu diesem Zeitpunkt einfach lieber, da sich, wie schon gesagt, der Kreislauf meldete. Da die Jungs unbedingt ein „Zielfoto“ am Berliner Bären am Ortseingang haben wollten und ich meine Strecke anders geplant hatte, trennten sich die Wege also bald wieder. Pünktlich zum Berliner Ortsschild sagte dann auch das Garmin „tschüss, wir sehen uns zu Hause“. Also im navigatorischen Blindflug (immer gerade aus, bis zum Bahnhof, Pitstop am Geldautomaten, Schlenker, weiter geradeaus, rechts halten, Hallo Havelchausseee, Berg hoch, da!) zum Ziel!

Mächtig erledigt kam ich an. Der permanente Gegenwind forderte Körner ohne Ende! Was die Zeilzeitaufschreiber nicht ganz verstanden („Da waren doch 200 Leute unterwegs, warum hast du dir keine Gruppe gesucht?“). Total am Ende trotte ich in die warme Halle des Horst Kober Sportzentrums, wo schon die anderen Finisher speisten, tranken und sich auf die Schultern klopften. Jubel und Applaus kam vom Tisch der Berlin Pankow Racer, die 40 Minuten vor mir ankamen (und grad mal 41min schneller waren – Jungs und Julia, ihr wart ne Gruppe, warum ging das nicht schneller?! Hätte mehr erwartet). Da bekomm ich jetzt, ne Woche später noch Gänsehaut.  Danke für den Empfang!

Es was mödermäßig anstrengend. Ich hab das mir gesteckte Zeitziel um Welten verfehlt. Ich bin mit 5 Wochen Pause auf dem Rad an den Start gegangen (unklug!). Und Es hat trotzdem wieder viel Spass gemacht, Lieber Burkhard, ich komme garantiert nächstes Jahr wieder!

Meine Stravastats: http://www.strava.com/activities/88782821
B
ilder hab ich leider keine gemacht! Burkhard vom Orgateam hat hier eine Galerie veröffentlicht:
https://plus.google.com/photos/113565840684522726999/albums/5934303168560289393
Irgendwo gibts auch noch eine von Andrea…

Pilzsuppentour. Mit Pilzen und ohne Suppe!

Mit Hamburg Berlin wäre dann die Rennradsaison letzte Woche beendet gewesen. Zeit auf das Wintertrad umzusatteln und in den Wald zu gehen um zu spielen! Mit anfänglichen Gleichgewichtsproblemen auf den 32mm Crossreifen und mehreren Bodenproben ging es Richtung Südwesten, auf einer tollen Strecke mit sehr hohem Trailanteil, der Richtig Laune machte!

Mit Start in Grünau ging es sofort in den Wald und der Asphalt wurde immer gemieden, solange irgendwie eine Grasnarbe da war. Über Stock und Stein ging es an vielen kleinen Brandenburger Seen vorbei, bis zu einer ehemaligen Kiesgrube mit traumhaften Blick Richtung Tropical Island. Dann gabs eine radikale Kehrtwende und es ging weiter zum Haus im Wald, mit Kaffee und Bratwurst. Netterweise genau durch das Ferienlager Kiez am Holzfäller See, an das ich aus Kindheitstagen nur grauenhafte Erinnerung (2 Ferienwochen die ich meinen Eltern übelnehme)

Blöderweise hatte ich nicht drauf geachtet, dass das Garmin geladen ist. So musste ich die Strecke mit dem Smartphone tracken. Das ging genau bis zur Bratwurstpause gut. Die letzten 20km bis zum Bahnhof in KW sind also geschenkt. Die waren Strecckentechnisch auch nicht mehr so spannend. Primär ging es auf 2m breiten Waldautobahnen weiter.

Link zur Strecke: http://www.rennradtraining.de/Touren/pilzsuppentour.php
M
eine Strava-Stats: http://www.strava.com/activities/89972479

Ein bisschen RAAM-Feeling im Applestore

Der Apple Store am Kurfürstendamm lädt hin und wieder zu Veranstaltungen ein. Und heute sollte die Runtastic App ein wenig promotet werden. Für mich als Samsung-User (bei Smartphone und Tablet) und Garmin (Aufzeichnen von Trainingsdaten) war weder Apple noch Runtastic für mich interessant. Daher hatte ich die Veranstaltung auch gar nicht so wirklich auf dem Plan.

Beim Businesslunch mit dem iGeorg, erzählte er mir aber, dass Gerd Gulewicz vor Ort ist. Mehrfacher RAAM-Finisher. Da hat er mich gehabt. Runtastic gibts ja auch für die Android-Geräte – also kann ich mir auch das ja mal anhören. Der Rest war aber spannender. Zusammen mit ein paar anderen Rennradbuddies wurde es dann zu eher zu einer Fragestunde zum RAAM. Zur Motivation, Ernährung und alles mögliche drumherum. Das ganze in einer sehr familiären und freundschaftlichen Atmosphäre mit gerademal 15 Teilnehmer.

© Georg Lutz

© Georg Lutz

Danach ging es noch auf ein Bier und ein Steak zu Blockhouse und der Abend fand noch ein gemütliches Ende.

Und ein bisschen Träumen, darf man ja auch noch … irgendwann, vielleicht!

Shortcuts aus der Kommunikation mit dem Bike-Händler

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Ha, das nenn ich mal wieder Service! Gestern habe ich bei Bike-components.de reifen und Bremsbeläge bestellt. Aber, tranig, wie ich bin, das falsche Modell (KoolStops BIS 2000 und nicht AB 2000). Der Fehler viel mir natürlich erst auf, fünf Minuten nachdem die Bestellung raus war. Also flinkt ne Mail eingetippt, die Artikelnummern schon rausgesucht gehabt und raus damit.

Heute kam dann eine auf den ersten Blick komische Korrektur der Bestellung, aber da die gewünschten Beläge sogar n Euro billiger sind, wars nachvollziehbar!

Super Service, dass das so kurzfristig korrigiert werden konnte. Bei Rose hat das noch nie geklappt. Die waren meist schneller mit dem versenden, als mit dem bearbeiten der Kundenanfragen.

Bike-Components – gern wieder!